Chronik


1553...etwa 2 Generationen nach der Entdeckung Amerikas und vor dem Dreißigjährigen Krieg ist das Haus Fischerstraße 3 mit dem reich verzierten Giebel geschmückt worden. Für das mittelalterliche Buxtehude war das immer noch eine Zeit der wirtschaftlichen Blüte – das seit 1362 zur Hanse gehörende Kleinstädtchen hatte seine Bedeutung als Rastort und Elbübergang für den Fehrnhandel von Lübeck nach Brügge, trotz Stader und Hamburger Konkurrenz noch nicht verloren. Erst seit 1685 kennen wir aus alten Aufzeichnungen der Bürgerheide und der geleisteten Tabaksteuer (wussten Sie, dass damals jeder männliche Bürger ab 15 Jahren zu zahlen hatte, ob er geraucht hat oder auch nicht?...) Die Namen aller Eigentümer und Besitzer. Auf die Landwirte der alten Buxtehuder Familie Stemmann folgt als erster Fuhrmann Johannes Matthies, der am 3. Dezember 1803 „die Jungfrau Catherina Margarete Stemmann“ heiratete – noch heute erinnern das große Tor und die tiefergelegene, lange Gaststube an die großen Wagen. Und wo damals, früh am Morgen oder spät am Abend die Fuhrleute ihren Schnaps getrunken haben – Im Sommer gegen den Durst, im Winter gegen die Kälte – da sitzen Sie jetzt bei einem Schoppen Frankenweines oder bei einem anderen Getränks und denken vielleicht darüber nach was so ein altes Haus schon alles erlebt oder gesehen hat. Von einem Nachfahren der letzten Fuhrmannsfamilie hat der Verein „Haus Fischersraße 3“ das stark verfallende und zum Abriss bestimmte Gebäude 1976 erworben und durch staatliche und kommunale Zuschüsse, sowie durch Spenden der Mitglieder und anderer Bürger der kommenden Generationen erhalten.